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Die technische Beschneiung

Wie funktioniert Beschneiung ?

Wie hat sich die Beschneiung entwickelt ?

Wie hat sich die Beschneiung entwickelt ?

Wie viel Energie wird benötigt ?

Wieviel Energie wird benötigt ?

Wie hat sich die Beschneiung entwickelt ?

Entwicklung kam aus den USA nach Deutschland

Erfunden wurde die Schneekanone in den 40er Jahren in Kanada eher zufällig in der Flugzeugforschung. Erst in den 60er Jahren wurde der potenzielle Nutzen des damals eher lästigen Nebeneffekts erkannt. In den USA tauchten die ersten Hochdruck-Schneemaschinen mit Propellerantrieb auf.

Der deutsche Erfinder Fritz Jakob holte das Prinzip nach Europa, genauer gesagt zum Ammersee, und experimentierte weiter. 1964 brachte schließlich die deutsche Firma Linde seine Weiterentwicklung auf den Markt. Bis heute funktioniert ein Großteil der Schneeerzeuger nach diesem Prinzip der feinen Wasserzerstäubung durch eine Propellerkanone.

Von einer kompletten Beschneiungsanlage auf der Basis eines Schneilanzensystems wird erstmals in den 70er Jahren in den USA berichtet.

Anfangs noch zum Ausbessern von Lücken

Beschneiung war teuer und wenig effizient. Damals waren noch Temperaturen von minus fünf Grad erforderlich, um Schnee in ordentlicher Qualität zu produzieren. Doch die technische Entwicklung schritt schnell voran. Die Erfahrung der schneearmen 90er Jahre gab in der Wintersport-Arena Sauerland den Anlass, den Wintersport über großflächige Beschneiungskonzepte zu sichern – die Grundlage des Masterplans Wintersport-Arena. Dieses Förderkonzept gilt bis heute als eines der erfolgreichsten der Landesregierung. Das zeigt die Relation der Fördergelder zu den Folgeinvestitionen.

Erste Tests in der Wintersport-Arena in den 1960er-Jahren

Auch in der Wintersport-Arena Sauerland gab es erste Tests zur technischen Schneeerzeugung Ende der 60er Jahre. Später gab es erneute Versuche in den 80er Jahren. Allerdings handelte es sich dabei noch um selbst gebaute Anlagen, die wenig erfolgreich waren und kaum mit heutigen Anlagen zu vergleichen sind.

Ein erster erfolgreich absolvierter Versuch, Schnee zu produzieren, ist aus dem Skigebiet Hesselbacher Gletscher bekannt. Mit einer selbst gebauten Hochdruck-Schneekanone hatte der Skiklub nach vielen erfolglosen Tests in der Nacht vom 7. auf den 8. Januar 1987 Schnee hergestellt. Das Skigebiet Hohe Lied hatte sich zum Winter 1989 eine Schneekanone angeschafft.

In den 90er Jahren haben weitere Liftbetreiber erste Erfahrungen mit in Serie hergestellten Schneeerzeugern gesammelt. Die erste erfolgreiche Schneeproduktion mit in Serie hergestellten Schneekanonen führte der Skiclub Willingen 1991 an der Mühlenkopfschanze durch. Im Winter 1994/1995 stand erstmals eine Schneekanone im Skigebiet Ruhrquelle und damit auf einer touristisch genutzten Piste.

Aufgrund der damals noch deutlich geringeren Effizienz kamen sie zunächst nur beim Beschneien von Liftspuren oder punktuell an Stellen mit sehr dünner Schneeauflage zum Einsatz.

Anfang des Jahrtausends, angestoßen durch den Masterplan Wintersport-Arena, begann die Beschneiung mittels leistungsstarker Beschneiungsanlagen in größerem Umfang mit dem Pilotprojet 2002 in Neuastenberg, das bewies, dass Skibetrieb mit Unterstützung durch technische Beschneiung auf wirtschaftlicher Basis nicht nur in den Alpen, sondern auch im Mittelgebirge möglich ist. Der Masterplan Wintersport-Arena leitete eine Entwicklung ein hin zur bedeutendsten Wintersportregion nördlich der Alpen.

Geräte sind leistungsstärker und effizienter geworden

In der Wintersport-Arena Sauerland gibt es überwiegend Schneilanzen und Niederdruck-Propellergeräte. Diese sind im Laufe der Jahre immer effizienter und energiesparender geworden. Moderne Schneeerzeuger arbeiten deutlich effizienter als frühere Gerätegenerationen. Propellergeräte erzeugen bei gleichem Energieeinsatz heute erheblich mehr Schnee; bei Schneilanzen ist die Effizienzsteigerung besonders groß.

Auch die Grenztemperatur hat sich kontinuierlich nach oben verschoben. Unter günstigen Bedingungen können moderne Anlagen heute bei höheren Grenztemperaturen Schnee erzeugen als frühere Gerätegenerationen. Eine geringe Luftfeuchtigkeit verbessert das Beschneiungsergebnis zusätzlich.

Schon 2014 stand eine erste Allwetter-Schneeanlage in Winterberg. Ziel war es anfangs, den Snowboard-Weltcup auf eine sicherere Basis zu stellen. Die Anlage war seinerzeit die weltweit erste ihrer Art in einem Skigebiet. Gemeinsam mit dem Hersteller haben die Liftbetreiber die Technik getestet, Erfahrungen gesammelt und weiterentwickelt. Die Technologie hat sich inzwischen bewährt und hat in den vergangenen Jahren insbesondere in der Weihnachtszeit mehrmals ein Grundangebot an Pisten gesichert.

Wetterunabhängige Schneeproduktion ist nicht neu. Mehrere Firmen haben in den vergangenen Jahren Anlagen auf den Markt gebracht. Angefangen beim Snow Maker über die Snow Factorys von TechnoAlpin bis hin zu den heutigen Allwetter-Schneeanlagen der Firma KTI-Plersch. Die dahinterstehende Technik wird weltweit schon lange in der Betonindustrie, Chemie- und Lebensmittelindustrie eingesetzt. Dank gesunden Unternehmertums und Pioniergeistes ist sie nun für die Verwendung in einem Skigebiet angepasst worden.

Die Allwetter-Schneeanlagen stehen im Skiliftkarussell Winterberg auf der Hauptachse vom Schneewittchenhang über Bremberg, Büre-Bremberg und Poppenberg bis zu Rauher Busch und Quick Jet. Sie dienen nicht zur flächendeckenden Beschneiung der gesamten Region, sondern sichern ein zusammenhängendes Grundangebot auf zentralen Pisten.