
Warum produzieren wir Schnee ?
Gäste wollen Qualität und Sicherheit
Nahezu alle größeren Skigebiete nutzen heute technische Beschneiung – auch in den Alpen. Der Grund dafür sind unter anderem gestiegene Erwartungen an Pistenqualität, Sicherheit und Planbarkeit. Eine Schneedecke von zehn oder 15 Zentimetern reicht für einen sicheren und hochwertigen Skibetrieb heute kaum aus. Eine ausreichend starke Schneedecke aus Naturschnee und technisch erzeugtem Schnee verbessert Pistenqualität, Haltbarkeit und Sicherheit deutlich.
Zudem soll der Wintersport planbar sein – und zwar für alle Beteiligten. Gäste möchten ihren Urlaub im Voraus buchen und nicht das passende Wetter abwarten. Gastgeber, Skischulen, Verleihe und Gastronomie brauchen eine verlässliche Saison, um Personal, Angebote und Investitionen planen zu können.
Investitionen in moderne Lifte, Beschneiung, Pistenpflege und Service setzen eine ausreichende Zahl an Betriebstagen voraus. Ohne technische Beschneiung wäre diese Verlässlichkeit im Mittelgebirge deutlich geringer.

Wetterschwankungen als Basis der Beschneiung
Wetter ist im Mittelgebirge meist großen Schwankungen unterworfen. Gerade die typischen Wetterschwankungen im Mittelgebirge machen technische Beschneiung wirksam: Kalte Phasen werden genutzt, um eine tragfähige Schneegrundlage zu schaffen. Zwei bis drei kalte Tage oder drei bis vier kalte Nächte reichen bereits aus, eine Schneegrundlage zu schaffen, die bei guter Präparierung lange halten kann. So können auch in milden Wintern viele Betriebstage ermöglicht werden.
Die technische Beschneiung hat die Dauer der Saison deutlich verlängert. In den 1990er Jahren lagen die Betriebstage selbst in den höchsten Lagen der Region nur bei 40 bis 50 pro Winter. Seit Beginn der 2000er Jahre hat die Schneesicherheit durch technische Beschneiung, moderne Pistenpflege und gezielte Nutzung von Kältefenstern deutlich zugenommen. Inzwischen kommen hoch gelegene Skigebiete auf 90 bis über 100 Betriebstage pro Saison.



