Nordicsport-Arena Sauerland hofft auf weiteren Mitgliederzuwachs

Vorstand sieht sich auf einem guten Weg bei der Refinanzierung der Loipen

Zu ihrer zweiten Jahreshauptversammlung nach Vereinsgründung trafen sich die Mitglieder des Nordicsport Arena Sauerland e. V. Im Mittelpunkt standen Mitgliedergewinnung und Vorstandswahlen. Bei seinem Hauptziel, die Refinanzierung der nordischen Wintersportangebote, sieht sich der Verein auf einem guten Weg. 

 

Insgesamt 10.000 Euro führte die Nordicsport Arena Sauerland in der vergangenen Saison an Ski- und Verkehrsvereine aus. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus Mitgliedsbeiträgen sowie aus dem Verkauf von Loipentickets. An Mitgliedsbeiträgen kamen und 5690 Euro zusammen. Hinzu kamen 1200 verkaufte Tagestickets im Wert von knapp 5000 Euro. Damit liegen die Einnahmen des Winters 2017/2018 nur leicht unter denen des schneereicheren Vorwinters. 70 Prozent des Betrags wurden umgerechnet auf die gespurten Loipenkilometer gezahlt. 30 Prozent erhielten die Vereine über den Ticketverkauf. Das Verteilersystem soll aktive Vereine anteilig belohnen. 

 

Die Saisonbilanz machte deutlich: Bei der Einnahmensituation machte sich unter anderem der Verlauf des Winters bemerkbar. Auf 25 bis 65 Wintersporttage kamen die auf Naturschnee angewiesenen Loipenskigebiete in der vergangenen Saison. Zu einer Hochzeit jedoch waren nach dem Sturm Friederike weite Teile der Waldgebiete gesperrt. In dieser Zeit konnten keine Tickets verkauft werden. Dennoch ist der Vorsitzende Stefan Küpper mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir sind zwar noch weit entfernt von einer echten Refinanzierung, aber auf einem guten Weg.“ 

 

Um Einnahmen zu erzielen, hatte die Nordicsport-Arena im vergangenen Winter Hinweisschilder an den Loipeneinstiegen angebracht und Aufsteller mit Beitrittserklärungen in Form einer Postkarte verteilt. Kleine Präsente wie Mütze und Skiwachs waren Gratifikationen für die Mitglieder. An diesem System wollen die Verantwortlichen weiter arbeiten. Vor allen Dingen will der Vorstand Großbetriebe ansprechen, die vom Tourismus profitieren. Diese sollen werbliche Mehrwerte bekommen- Beispielsweise kann es ein mittelfristiges Ziel sein, ein Zertifikat als langlauffreundlicher Betrieb. Zudem wird ein Newsletter speziell für nordische Wintersportler diskutiert, der die Vorteile des Systems noch deutlicher transportiert. 

 

Im zweijährigen Turnus wählt die Versammlung ihren Vorstand. In ihren Ämtern bestätigt wurden der Vorsitzende Stefan Küpper (Skiklub Wunderthausen),  Stellvertreter sind Heinrich Berghoff (Langlaufzentrum Westfeld-Ohlenbach) sowie Torben Firley (Verkehrsverein Winterberg).  Zu Beisitzern sind erneut Andreas Schöttes vom Ski-Klub Oberhundem und Michael Beckmann, Vorsitzender der Wintersport-Arena Sauerland gewählt. 

 

 

Hintergrund:

Hochwertige Sportangebote bereitzustellen erfordert viel Einsatz und hohe Kosten. Beim Langlauf werden jedoch keine Einnahmen durch verpflichtende Ticketverkäufe erzielt. Um die Qualität zu erhalten und möglichst zu steigern, wurde 2016 der Nordicsport-Arena Sauerland e. V. gegründet. Durch freiwilligen Ticketkauf oder Vereinsmitgliedschaft versuchen die Förderer des nordischen Wintersports Einnahmen zu erzielen. Diese kommen vollständig und direkt den Skivereinen und Verkehrsvereinen, die für die Loipenpflege verantwortlich sind, direkt zugute. 

 

Es gibt zurzeit 140 Mitglieder. 80 Prozent sind Privatpersonen aus der Region und aus den Einzugsgebieten der Gäste. Hinzu kommen Hotels, Skiverleiher, Vereine und Loipenbetreiber. Betriebe, die vom Langlauftourismus leben sowie Langläufer, die die Angebote der Region nutzen zahlen je 30 Euro pro Jahr. Langläufer, die zudem  in Vereinen organisiert und dort  aktiv sind, zahlen 10 Euro. Ein Tagesticket kostet 4 Euro.