Geöffnete Pisten & Loipen

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Nach zwei ausgefallenen Jahren: Endlich wieder Wintersport

Winterbilanz: Skifahren und Langlauf vorwiegend in den Hochlagen

 

Eine besonders herausfordernde Saison hat die Wintersport-Arena Sauerland hinter sich gebracht. Die hoch gelegenen Skigebiete kommen im Schnitt auf 80 bis 90 Saisontage, kleine Skigebiete und der Langlaufbereich jedoch nur auf 10 bis 20 Tage. Am bevorstehenden Wochenende laufen noch einmal 11 Lifte. Danach reduziert sich das Angebot. Rund 500.000 Skifahrer, Langläufer, Wanderer und Eventbesucher besuchten in den vergangenen Monaten die Region

 

Nach zwei Jahren geht es für Die Wintersport-Arena endlich wieder aufwärts: Nach dem besonders milden Winter 19/20 und dem Lockdownwinter 20/21 hat die Region ihren Gästen wieder guten und umfangreichen Wintersport bieten können – und dürfen. Allerdrings kommen die zurückliegenden Monate nicht an die sehr kalte und schneereiche Vorjahreszeit heran, in der über Monate hinweg die alpinen Skigebiete aufgrund der Pandemie geschlossen bleiben mussten. Dies ist besonders bitter für die kleineren Skigebiete ohne oder nur mit wenig Beschneiung.

 

„Durchwachsene“ Bilanz

Über 120 Betriebstage könnten sich noch aufsummieren, sollten einige Skilifte noch bis Mitte April laufen. Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies ein Spitzenwert und die absolute Ausnahme ist. Hochgelegene Gebiete mit Beschneiungsanlage boten durchschnittlich 80 bis 90 Tage lang Wintersport. Kleine Skigebiete in den mittleren Lagen ohne oder mit nur wenig Beschneiungsmöglichkeiten waren 5 bis 15 Tage geöffnet. Trotz selbst gesetzter Limitierung der Tickets sind die größeren Skigebiete überwiegend zufrieden mit der zurückliegenden Saison, die kleineren konnten deutlich weniger wirtschaftlich arbeiten.

 

Ähnlich sieht es beim Langlauf aus. Maximal 41 Tage lang waren die Loipen gespurt. Im Schnitt kamen die hoch gelegenen Loipenskigebiete auf 20 Tage. In den Mittleren Lagen war Langlauf an bis zu 5 Tagen möglich. Grund dafür war das überwiegend wechselhafte, etwas zu milde Winterwetter.

 

Schnee fast ausschließlich oberhalb von 700 Meter

Naturschnee gab es vorwiegend in den Hochlagen. Der Kahle Asten meldete in der Spitze 52 Zentimeter Naturschnee. Kurz vor Weihnachten machte ein kurzes Kältefenster Beschneiung möglich und bereitete damit den Weg für ein umfangreicheres alpines Wintersportangebot. Darauf folgte allerdings ein extrem milder Jahreswechsel. Bis Ende Februar war das Wetter wechselhaft und niederschlagsreich.

Das wechselhafte Wetter brachte zwar nur wenige Möglichkeiten zur Schneeproduktion, dafür aber immer wieder etwas Naturschnee. Für diese Verhältnisse war die Naturschneelage recht gut, jedoch meist oberhalb von 700 Metern. Nach monatelanger Westwetterlage stellte sich erst Ende Februar stabiles, trockenes und kaltes Ostwetter ein. Damit begann eine sonnige und winterlich kalte Nachsaison.

 

Zu Beginn des Winters war es alles andere als sicher, ob die Skigebiete vor dem Hintergrund der steigenden Corona-Zahlen durchgehend geöffnet bleiben durften oder ob erneute Schließungen bevorstehen. Der Umgang mit den ständig wechselnden, nicht immer eindeutigen Auflagen und dem extrem hohen Informationsbedarf der Gäste war eine große Herausforderung. Positiv war jedoch: Besucher und Betreiber erlebten eine durchgehende Saison ohne Unterbrechungen. Und trotz hohem Erklärungsbedarf und vorgeschriebener Kontrollen, hatten die Gäste überwiegend Verständnis für die Corona-Schutz-Auflagen.

 

Besucherlenkung über Ticketbegrenzung nur teilweise erfolgreich

Um die Erlaubnis zur Öffnung zu erhalten, hatten die Betreiber der alpinen Skigebiete die Besucherzahlen freiwillig reduziert. In den größeren Gebieten erfolgte die Steuerung über die Onlineshops, in den kleineren über die Zufahrt zum Parkplatz. Zumindest die größten Skigebiete waren gut besucht, an den Wochenenden oftmals ausgebucht.

 

Durch die Besucherreduzierung wurde die Sicherheit der Gäste erhöht und trotz hohem Kontrollaufwand eine geregelte Abwicklung an den Kassen und Liften ermöglicht. Der erhoffte Einfluss auf die Verkehrslage blieb jedoch gering, da die alpinen Wintersportler nur einen Teil der Wintergäste ausmachen. Insbesondere wenn die Wetterberichte Schneefall meldeten strömten zahlreiche Schneetouristen in die Hauptwintersportgebiete, füllten Straßen und Parkplätze. Meist am Wochenende, hauptsächlich in der Mittagszeit - und das in dem vergleichsweise schneearmen Winter. Auf die Steuerung dieser Gäste haben die Skigebiete keinen Einfluss. Hier soll künftig das Projekt AIR eine Verbesserung herbeiführen. Ob die Ticketlimitierung beibehalten wird, werden die Liftbetreiber bis zum nächsten Winter entscheiden.

 

Trotz Besucherreduzierung, sind die großen Skigebiete mit den Besucherzahlen überwiegend zufrieden. In den Krokusferien allerdings fehlten aufgrund der Einreisebeschränkungen die Niederländer, Belgier und Dänen.

 

Skifahren und rodeln in den Osterferien?

Am dritten Märzwochenende laufen ein letztes Mal in dieser Saison 11 Lifte: Mit 10 Skiliften ist die Hauptachse des Skiliftkarussells Winterberg befahrbar. Zudem läuft ein Transportband im Rodelparadies Ruhrquelle. Ab Montag reduziert sich das Liftangebot im Skiliftkarussell Winterberg auf drei bis vier Lifte am Poppenberg. Das Rodelparadies Ruhrquelle ist dann nur noch am Wochenende geöffnet. Die Betreiber werden versuchen, die Angebote bis zu den Osterferien aufrecht zu erhalten.

 

Hilfe für die Ukraine

Um die Menschen in der Ukraine zu unterstützen, haben Wintersport-Arena Sauerland und die Skigebiete Spenden in mehrfacher fünfstelliger Höhe in Form von Geld an Hilfsorganisationen und in Form von Hilfsmaßnahmen  geleistet. Um die Spendensumme zu erhöhen hat die Wintersport-Arena Sauerland ihre Marketingmaßnahmen im März stark reduziert. Die Bilanzierung des Winters in Form eines Pressegespräches mit Catering wurde zugunsten der Spendensumme ebenfalls eingespart.