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Monatswechsel bringt Neuschnee in einem bis dahin traurigen Winter

Um die 40 Ski- und Rodellifte am Wochenende – Hoffnung auf winterlichen März 

 

Die milden Tage sind vorerst vorbei, erneut ziehen teils kräftige Schneeschauer über die Region hinweg und an einigen Orten laufen die Schnee-Erzeuger. Die Skigebiete hoffen nun auf einen winterlichen März und die Chancen stehen nicht schlecht. Fakt ist jedoch: Die Saison gehört zu den drei Wintern mit den traurigsten Werten seit 20 Jahren.

Schneelage und Lifte

 

Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee sollen bis Freitag fallen. Zudem produzieren einige Skigebiete in den kalten Nächten der Wochenmitte etwas Schnee. Zusammen mit frostigen Temperaturen verbessert dies die Bedingungen deutlich. Dort, wo nach wie vor eine Grundlage aus technisch erzeugtem Schnee vorhanden ist, finden Wintersportler bis Freitag sehr gute Bedingungen, am Samstag und Sonntag gute Bedingungen vor.

 

Das wechselhafte Wetter führt dazu, dass der Frost den Boden nicht richtig fest werden lässt. Dort wo keine Schneeunterlage vorhanden war, fallen Neuschnee und technisch erzeugter Schnee auf nassen Boden, sodass es schwierig ist, eine feste Piste herzustellen. Dennoch sollen bis zum Wochenende um die 40 Lifte laufen, teils auf dünner Schneedecke.  

 

Rodeln

 

Auf dem frisch gefallenen Schnee ist Rodeln in einigen Skigebieten recht gut möglich.

Im Familienskigebiet Sahnehang, im Skigebiet Bödefeld-Hunau, im Skigebiet Willingen, im Skidorf Neuastenberg, im Skikarussell Altastenberg und im Skiliftkarussell Winter laufen seit Mittwoch je ein Rodellift. Leider werden sich diese Angebote schon am Samstag wieder reduzieren. Das Rodelland an der Ruhrquelle ist nach wie vor durchgehend auf einer Grundlage von technisch erzeugtem Schnee und Neuschnee geöffnet. Solange die Landschaft mit Schnee bedeckt ist, ist rodeln auf dem Bergen an kleineren, flachen Abfahrten bis Samstag möglich

 

Die Liftbetreiber haben in Willingen und Winterberg zudem Alternativangebote geschaffen. Dort laufen die Sommerrodelbahnen.

 

Winterwandern

 

Bis einschließlich Freitag finden Wanderer eine winterlich weiße Landschaft vor. Bis in die mittleren Lagen fällt Schnee. Am Samstag verschwindet die Schneedecke in den mittleren Lagen aufgrund des Regens. Nur auf den Bergen wird voraussichtlich etwas liegen bleiben. Ab Sonntag fallen in den Hochlagen wieder Schneeschauer. Die kommende Woche bringt weiteren Schnee, der dann voraussichtlich etwas länger liegen bleibt.

 

Die Ettelsberg-Kabinenbahn und der K1-Sessellift in Willingen laufen für Fußgänger und transportieren Wanderer hinauf zur Hochheide. Beim Wandern in den Wäldern ist aufgrund der Sturmschäden Vorsicht geboten.

 

Langlauf

 

Die angekündigte Schneemenge reicht normalerweise aus, um Loipen spuren zu können. Leider kündigt sich für Samstag bereits wieder Regen an. Für nur einen oder zwei Tage werden nur wenige Loipenskigebiete diesen Aufwand betreiben. Spontan Entschlossene schauen am besten jeden Morgen im Loipenportal unter www.wintersport-arena.de nach.

 

Ab Montag wird voraussichtlich wieder Schnee liegen, wohl auch etwas dauerhafter. Die Aussichten sind zwar nicht optimal, aber so gut wie den ganzen Winter noch nicht. Zuverlässige Vorhersagen für die kommende Woche sind jedoch nicht möglich.

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Im Skilanglaufzentrum Westfeld sind noch technisch erzeugter Schnee vorhanden, allerdings nicht genug, um eine Loipe durchgehend spuren zu können. Sollen die angekündigten Temperaturen eintreten, werden die Betreiber erneut Schnee erzeugen, um die Lücken schließen zu können. In dem Fall würde zum Wochenende hin ein kleine Runde im Stadionbereich zur Verfügung stehen.

 

Der bisherige Winter  

 

Die Saison 2019/2020 gehört zu den drei schlechtesten drei Wintern seit 20 Jahren. Sie ist ähnlich mild und schneearm wie der „Kyrill-Winter“ 2006/2007 und ebenfalls reich an Stürmen. Auch die Saison 2013/2014 war mild und schneearm.

 

Die mittlere Temperatur von Dezember bis Februar lag in der aktuellen Saison bei 1,1 Grad, genau wie im „Kyrill-Winter“ und ähnlich wie der Winter 1989/1990 mit 1,0 Grad. Schneetage gab es in den zurückliegenden Monaten ab Oktober 56. Die maximale Schneehöhe betrug 27 Zentimeter. An 79 Tagen gab es Frost, an 18 Tagen herrschte Dauerfrost. Ursache war die fast durchweg herrschende, wechselhafte, meist nasse und milde Westwetterlage. Die typische, kalte Luft aus dem Norden oder Osten fehlte fast komplett. In den wenigen kalten Phasen waren die Niederschlagsmengen nicht ausreichend, um starke Schneedecken zu bilden

 

Vor dem Hintergrund kommt die Region bis Ende Februar auf erstaunliche 78 Saisontage. Seit dem 14. Dezember laufen durchweg Lifte. Dieses Ergebnis spiegelt jedoch in keiner Weise den Erfolg der Saison wider. Maximal waren 47 Liftanalgen in bis zu sechs Skigebieten geöffnet. Ein Liftangebot von mehreren Skiliften gab es streckenweise nur in Winterberg. Loipen gab es an 29 Tagen im beschneiten Skilanglaufzentrum Westfeld. Auf Naturschnee war bislang nur einen Tag lang eine kleine Loipe in Wunderthausen gespurt.

 

Eine traurige Bilanz, das ist Fakt. Doch die Skigebiete wollen die Hoffnung nicht aufgeben. Die letzte Woche der niederländischen Krokusferien und der Belgischen Winterferien steht bevor und bringt zahlreich Gäste in die Region. Die Wetterdienste melden eine Chance auf einen winterlichen Märzanfang. Die Hoffnung ist nicht unberechtigt, denn nicht selten hat der März noch viel Kälte und Schnee beschert. Fast immer dauert die Saison bis mindestens Mitte oder Ende März. Sehr häufig bringt der Monat noch Schnee. Die höchsten März-Schneemengen der zurückliegenden 20 Jahre gab es 2005 mit 114 Zentimeter, 2006 mit 154 und 2010 mit 90 Zentimeter.

 

Skigebiete weiterhin geöffnet

 

Die Skigebiete, die ihre Lifte zum Wochenende hin aktivieren, werden voraussichtlich auch in der kommenden Woche geöffnet sein. Bis mindestens zum Ende der Krokusferien oder zur Monatsmitte wollen die Betreiber die Lifte laufen lassen. Im Skiliftkarussell Winterberg findet am 14. und 15. März der Snowboard Weltcup am schneesicheren Poppenberghang statt. Die Betreiber sind sich relativ sicher, bis Ende des Monats Wintersport an einigen Liften anbieten zu können. Danach entscheiden sie je nach Wetterlage.

 

Wetter

 

Insgesamt erwarten die Skigebiete bis Freitag bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Bis Freitag sinken in den Nächten die Temperaturen soweit, dass die Liftbetreiber voraussichtlich zumindest stundenweise Schnee machen können. Nach einem milden und regnerischen Samstag wird der Sonntag schon wieder kälter, Niederschläge fallen in den Hochlagen als Schnee. Das setzt sich am Montag fort. Die Woche wird winterlicher als der Großteil der zurückliegenden Saison. Doch das Wetter bleibt wechselhaft, sodass zuverlässige Vorhersagen nicht möglich sind. Dass tief winterliche Wochen durchaus noch kommen können, belegt jedoch die langjährige Wetteraufzeichnung.

 

Anreise

 

Die Straßen werden regelmäßig geräumt und sind meist frei von Schnee. Mit Staus ist nicht zu rechnen.