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Auswirkungen des Klimawandels auf die Region

Die globale Erwärmung bedroht nicht nur die Artis und die Gletscher in den Alpen. Auch die Skigebiete der Wintersport-Arena Sauerland benötigen kalte, schneereiche Winter. Dass der Klimawandel schon eingesetzt hat, ist unter den Fachwissenschaftlern inzwischen unbestritten. Und dass wir alles unternehmen müssen, um die Erwärmung zu begrenzen, ist eine der wichtigsten Menschheitsaufgaben dieses Jahrhunderts. Doch die möglichen Auswirkungen des Klimawandels sind nicht pauschal vorherzusagen, sondern für unterschiedliche Regionen sehr differenziert zu betrachten.

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Wussten Sie schon?

Winter unterlagen schon immer starken Schwankungen

Dass es auch vor 100 Jahren schon sehr schneearme Winter gab? Dass die Winter im Sauerland stark schwanken können, dokumentieren die Wetteraufzeichnungen. So betrug im Winter 1899 die größte Schneehöhe auf dem Kahlen Asten 12 cm, nachdem zwei Jahre vorher der Winter 1897 mit 212 cm einer der schneereichsten überhaupt war. Etwas Ähnliches ist nach dem Extremwinter 1970 festzustellen. Nach 158 Schneetagen über 20 cm brachte es der Winter 1972 gerade mal Auf 16 Schneetage. Ähnlich sieht es mit dem mit 115 Schneetagen sehr schneereichen Winter 2005/06 und mit nur vier Schneetagen schneeearmen Winter 2006/07 aus.


Auch künftig wird es noch Wintersport geben

Dass aktuelle Klimaprognosen rechnen bis zum Jahr 2030 mit einem moderaten Temperaturanstieg von ca. 0,5 bis 1°C rechnen? Damit ist sogar eine leichte Verschiebung der Schneegrenze nach oben ist möglich. Diese Vorhersagen sind allerdings mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.

Dass die technische Weiterentwicklung der Beschneiung bei einem leichten Temperaturanstieg von durchschnittlich rund 1 Grad physikalisch und wirtschaftlich möglich sein wird? Dabei setzen die Liftbetreiber auf moderne, energiesparende Technik.

Dass unter diesen Vorzeichen die Bedeutung der Beschneiung in der Wintersport-Arena Sauerland zunehmen wird, Wintersport auf touristischer Basis noch mindestens bis zum Jahr 2030 auf touristischer und wirtschaftlicher Basis möglich sein wird? Seriöse Prognosen darüber hinaus sind auf dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht zuverlässig möglich.


Winter in der Region sind seit 2000 kälter und schneereicher geworden

Dass während sich das Erdklima beschleunigt erwärmt, die Winter in der Wintersport-Arena Sauerland seit der Jahrtausendwende im Vergleich zu den 90er Jahren reicher an Naturschnee und im Schnitt um ca. 1 Grad kälter geworden sind? Durch natürliche Schneesicherheit und mit Unterstützung durch technische Beschneiung erreichten die Skigebiete im Schnitt eine Saisondauer von 90 Tagen und mehr.


Regionales Klimamonitoring gibt zuverlässige Auskunft

Dass die Wintersport-Arena Sauerland ein aufwendiges Klimamonitoring betreibt? Ziel ist es unter anderem, einen Datenpool vorzuhalten, der das Phänomen der kälteren Winter in Zeiten des Klimawandels erklären kann. Dazu kommt die permanente Analyse der neuesten Ergebnisse der Klimaforschung, speziell für Mitteleuropa.


Touristiker stellen sich seit den 90er Jahren auf den Klimawandel ein

Dass der Masterplan Wintersport-Arena, der 2001 den Aufschwung der Skigebiet auf dem Rothaarkamm einleitete den Klimawandel durchaus berücksichtigt hat? Die schneearmen 90er Jahre waren der Auslöser für dieses vom Land NRW geförderte Maßnahmenprogramm.

Dass die Touristiker in der Wintersport-Arena Sauerland seit zehn Jahren intensiv an der Ausweitung der ganzjährigen Urlaubs-, Sport- und Freizeitangebote arbeiten? Dazu gehören die Sauerland Wanderdörfer, die Bike-Arena Sauerland, Bikeparks, Trailpark, Gesundheits- und Wellnessangebote und vieles mehr.