Bauarbeiten an Beschneiungs- und Liftanlagen kommen trotz Schnee zügig voran
21. Oktober 2010: Die ersten Schneeflocken haben die Kammlagen der Wintersport-Arena Sauerland erreicht. Rund ein Zentimeter fiel in der Nacht zu Donnerstag. Weiß überzuckert präsentieren sich die „Achthunderter“ der Region. Für einen echten Wintersport reicht das noch nicht, zumal die weiße Pracht trotz frostiger Nachttemperaturen nicht lange liegen bleibt.
Darüber sind die Liftbetreiber der Wintersport-Arena allerdings froh, stecken sie doch tief in den Vorbereitungen der bevorstehenden Wintersaison. Insbesondere die neuen Bauvorhaben können Frost und Schnee verlangsamen. Dies ist zurzeit jedoch nicht der Fall. Die Arbeiten an den größten Bauprojekten laufen weitgehend planmäßig und sollen rechtzeitig vor Beginn der Saison abgeschlossen sein.
Insgesamt investieren die Skigebiete der Region 8,5 Millionen Euro vorwiegend in Schneesicherheit, Liftkomfort und Pistenpflege. Die drei größten Projekte sind der Bau der Beschneiungsanlage auf der Winterberger Kappe, der Bau eines kuppelbaren Sechserliftes am Bremberg sowie der Umbau des Viererliftes an der Abfahrt Rauher Busch in eine kuppelbare Bahn. Kuppelbare Bahnen verlangsamen in den Berg- und Talstationen ihre Fahrt und sind somit besonders komfortabel und sicher.
Generell ist es eher selten, aber nicht ungewöhnlich, dass bereits Mitte Oktober in den Hochlagen der erste Schnee fällt. Zum Beispiel im Vorwinter 2009/2010 ließen sich die ersten Vorboten des Winters bereits im Oktober blicken. Die Saison begann jedoch erst am 16. Dezember aufgrund von maschineller Beschneiung. Traditionell läuft die Saison in der Wintersport-Arena Sauerland von Mitte Dezember bis Mitte März, in Abhängigkeit von den Witterungsverhältnissen. Die vergangene Saison endete nach über 100 Skitagen Ende März.
Hintergrund Beschneiung:
Die Schneeproduktion
funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip. In der Natur fällt ein
Wassertropfen aus großer Höhe zu Boden und hat somit viel Zeit, zu
gefrieren. Je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur kristallisieren die
Wassertropfen anders. So kommen die unterschiedlichen Flocken zustande.
Nach genau diesen physikalischen Gesetzen funktioniert auch die technische Beschneiung. Wasser wird mittels einer Turbine durch eine Düse gedrückt und zerstäubt. Während die feinen Wassertropfen zu Boden rieseln, gefrieren sie. Verwendet wird klares Wasser, meist Quellwasser, ohne jegliche Zusätze. Technisch erzeugter Schnee ist in seiner Konsistenz mit „Naturschnee“ vergleichbar, ist aber länger haltbar.
Im Unterschied zu den Schneeflocken, die vom Himmel fallen, legen die Wassertropfen aus der Beschneiungsanlage einen viel kürzeren Weg zurück. Darum sind die Schneekristalle größer. Die Schneeschicht wird darum viel kompakter. Sie braucht später beim Präparieren der Pisten nicht mehr so stark verdichtet werden. Die Schneehöhe von 20 Zentimetern technisch erzeugter Schnee entspricht einer 50 bis 60 Zentimeter dicken Naturschneedecke.
Top-Events der kommenden Saison:
25. - 28.November FIBT InterContinentalCup Skeleton, Winterberg
04. November - 05. Dezember Viessmann Rennrodel Weltcup, Winterberg
09. - 12. Dezember FIBT Bob & Skeleton Europa Cup, Winterberg
27.-29. Dezember Deutsche Meisterschaften im Nordisch Sprint, Willingen
28.-30. Januar FIS Weltcup-Skispringen in Willingen
08. - 09. Januar Deutsche Bob-Meisterschaften Frauen- und Männerbob, Winterberg
22.-23. Januar kids on snow festival, Neuastenberg
16. Januar Kids on snow Festival, Neuastenberg
21. - 23. Januar FIBT Bob & Skeleton EM und WELTCUP, Winterberg
22.-23. Januar Chill-and-Destroy Snowboard- und Freestyle-Festival, Neuastenberg
05.-06. Februar Deutschlandpokal im Skilanglauf, Girkhausen
06. Februar Nostalgieskirennen, Neuastenberg
Sommer 2011 Schneeball-Schlacht Weltmeisterschaft, Winterberg
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