Baustart der Photovoltaikanlage - Klimaschutz ist Top-Thema in der Wintersport-Arena Sauerland
14. Dezember 2009: Während
die Delegierten bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen über die
Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes noch diskutieren, ist die
Ferienwelt Winterberg bereits aktiv geworden. Eine Photovoltaikanlage
soll den Strom bereitstellen, den die Beschneiungsanlagen im Winter für
die Schneeproduktion benötigen. Der Bau hat jetzt im Gewerbegebiet
Remmeswiese begonnen. Schon bald soll die Anlage klimafreundlichen
Strom ins Netz einspeisen. Das Projekt kostet rund eine Million Euro
und ist in seiner Art bislang einzigartig in NRW.
Der neue
Solarpark in der Winterberger Remmeswiese wandelt Sonnenenergie in
Strom um. Auf 6000 Quadratmetern Fläche sollen 1634 Photovoltaikmodule
installiert werden. Bei einem durchschnittlichen Sonnenertrag von
245.000 kWh pro Jahr beträgt die CO2-Einsparung etwa 146.000 Kilogramm.
Übers Jahr hinweg soll die Anlage die Menge Strom produzieren, die die
Skigebiete im Winter für ihre Schnee-Erzeugung benötigen. Die gewonnene
Energie steht sozusagen als Polster im Netz bereit.
Auch beim
Bau haben die Projektleiter an die Umwelt gedacht: Die verzinkten
Montagetische erhalten kein Fundament, sondern werden ins Erdreich
gerammt. Durch diese Maßnahme entstehen keine versiegelten Flächen. Das
Oberflächenwasser kann ungehindert in die Erde eindringen. Der erste
Spatenstich ist bereits erfolgt, die ersten Module sind installiert.
Und nun geht es schnell: Schon am 21. Dezember soll der
klimafreundliche Strom ins Netz fließen.
Die Anlage ist die
Erste ihrer Art im Sauerland und landesweit die erste, durch rein
privates Kapital getragene Photovoltaikanlage in dieser Größenordnung.
Eigens für das Großprojekt haben die Akteure die
Bürgerenergiegenossenschaft Kahler Asten gegründet, die mit privaten
Geldmitteln das Projekt umsetzt. Gäste wie Einheimische können sich an
der Genossenschaft beteiligen. Informationen dazu erteilt die Volksbank
Bigge-Lenne e.G., die den Bau der Anlage nicht nur mitfinanziert
sondern auch mit angestoßen hat.
Mit dem Bau der neuen
Photovoltaikanlage leistet die Wintersport-Arena Sauerland nicht nur
einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Sie stellt sich auch an die
Spitze einer Entwicklung, die Menschen mit „grünem Gewissen“ einen
umweltfreundlichen Urlaub ermöglicht. Dabei ist das Projekt erst der
Anfang. Erklärtes Ziel ist, die erste klimaneutrale Wintersportregion
zu werden. Weitere Möglichkeiten, Strom aus regenerativen Quellen zu
produzieren oder Ressourcen zu schonen, werden daher derzeit geprüft.
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