Großzügige Investitionen steigern Schneesicherheit und Spaßfaktor
16. November 2009: Die
ersten Schneeflocken haben die Berggipfel der Wintersport-Arena
Sauerland bereits erreicht. Und die Liftbetreiber stehen mit allerlei
Neuheiten in den Startlöchern. Jahr für Jahr investieren sie Millionen,
um Schneesicherheit, Attraktivität und Komfort der Wintersportangebote
stetig zu steigern. Und so fließen auch in diesem Jahr insgesamt zwei
Millionen Euro in die Skigebiete. Unter anderem in Kinderländer,
Aufstiegshilfen und Beschneiungsanlagen.
Gut die Hälfte des
Geldes fließt ins Skiliftkarussell Winterberg. Zwei weitere Hänge
werden künftig beschneit – insgesamt 17 beschneite Pisten stehen somit
zur Verfügung. Mit zwei zusätzlichen Speicherteichen, modernsten
Pistenpflegegeräten und 20 neuen Schnee-Erzeugern steigert sich der
Spaß am weißen Sport ganz enorm. Mehr Schnee in kürzerer Zeit, besser
präparierte Pisten mit einer länger haltbaren Schneedecke sind das
Ergebnis. Neuerungen für rund eine halbe Million Euro stehen im
Skigebiet Willingen an, unter andrem für den Ausbau der Beschneiung.
Ferner machen Altastenberg, Olpe-Fahlenscheid,
Schmallenberg-Sellinghausen, Hesselbach und Willingen finanzielle
Mittel locker, um ihre Beschneiungsanlagen auszubauen.
Kinderländer für die Skizwerge
Damit
die kleinen Gäste spielerisch in den weißen Sport einsteigen können und
dabei mächtig Spaß haben, setzen die Liftbetreiber und Skischulen neue
Pläne in die Tat um. Das nunmehr sechste Kinderland entsteht im
Skiliftkarussell Winterberg und soll auf rund 10.000 Quadratmetern
Fläche alles Bisherige toppen. Die farbenfrohe Ski-Spielwiese
begeistert die Minis und ihre Eltern gleichermaßen mit einem
„Zauberteppich“, der den Kids das Liftfahren erspart, lustigen Figuren,
einem Tipizelt und verschiedenen Parcours. Auch das Skischulgelände in
Altastenberg expandiert. Ein weiteres 150 Meter langes Förderband für
Rodler und Skifahrer sorgt in Willingen für bequemen Transport der
Gäste im Übungs- und Rodelgelände neben der Talstation. Die Betreiber
des Schlossberg-Liftes in Medebach haben Gleiches im Sinn und setzen
ebenfalls aufs Förderband für Rodler und Kinder.
Neues für Rodler und Snowboarder
Apropos
Rodeln: Auch in dieser Freizeit-Disziplin zeichnen sich Verbesserungen
ab. Mit Willingen, Neuastenberg, Züschen und der Schmallenberger Höhe
bauen gleich mehrere Gebiete ihr Angebot aus. Der Funpark im
Postwiesen-Skigebiet als etablierter Szenetreff für Snowboarder und
Freeskier seinem Ruf alle Ehre. Mit einem erhöhten Starthügel,
Bodenwellen, Drop-Ins und Mini-Kicker erweitern kreative Köpfe das
Angebot ein weiteres Mal. Ein komplett neuer Funpark entsteht am
Willinger Ritzhagen. Somit stehen Boardern zwischen Winterberg und
Willingen drei exquisite Tummelplätze zur Verfügung.
Damit ist
der Investitionswille der Liftbetreiber noch längst nicht ausgeschöpft.
Zum Beispiel steht der Ausbau der Flutlichtangebote auf dem Programm.
Die Fort Fun Winterwelt in Bestwig-Wasserfall, die Hohe Bracht bei
Lennestadt-Altenhundem sowie Willingen haben diverse Maßnahmen
angekündigt. Auch das Gastronomieangebot wird vielerorts überarbeitet:
Mit neuen Speisekarten und verbessertem Ambiente passt sich die
Après-Ski-Szene dem Gesamtbild an.
Weitere heiße Projekte
Wer
nach alternativer Abwechslung sucht, wird nicht enttäuscht werden. Die
erste Eisstockbahn der Region soll auf der Pastorenwiese in
Wundertshausen angelegt werden. Der Biathlon-Nachwuchs dürfte über den
neuen, modernen Kleinkaliber-Schießstand am Bremberg in Winterberg
jubeln, ist doch das Training damit sicher gestellt. Und Willingen baut
die Strycktal-Loipe aus.
Hintergrund
Mit
150 Liftanlagen mit 280 Hektar Pistenfläche und rund 300 Kilometern
Qualitäts-Loipennetz in den Höhenlagen ist die Wintersport-Arena
Sauerland die führende Wintersportregion nördlich der Alpen. Im
Mittelpunkt steht die Schneesicherheit. Rund 250 Schneeerzeuger
beschneien eine Fläche von etwa 130 Fußballfeldern. Auf rund 70
beschneite Pisten in 50 Kilometern Länge finden die Gäste
Wintersportangebote in der Regel von Dezember bis März. Für nordische
Wintersportler gibt es eine acht Kilometer lange, beschneite Loipe.
Moderne
Beschneiungsanlagen gehören heute in jedes leistungsfähige Skigebiet.
Was die Liftbetreiber in und um Winterberg in den vergangenen Jahren
für ihre Gäste aufgebaut haben, kann sich sehen lassen und findet
Anerkennung bis in die Alpenregionen. Technische Beschneiung verleiht
nicht nur Hängen und Pisten den richtigen „Drive“ beim Abfahren. Sie
sorgen für Schneesicherheit und ausdauernden Wintersport. Eine dicke
Schneeschicht schont zudem die darunter liegende Vegetation.
Seit
2001 haben die Skigebiete in der Praxis bewiesen, dass dank der
Beschneiung Wintersport in der Regel von Dezember bis März möglich ist.
Von den investierten 55 Millionen Euro hat das Land Nordrhein-Westfalen
im Rahmen des Masterplans Wintersport-Arena die Summe von 4,3 Millionen
als Fördermittel bereitgestellt. In der vergangenen Saison besuchten
rund eine Million Wintergäste die Region. Die Skigebiete waren bis zu
130 Tage durchgehend geöffnet.
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