Bobbahn so früh vereist wie noch nie - Erster Schritt in die Olympiasaison


Einheimische Athleten potentielle Olympioniken beim ersten Lehrgang der Saison

 

29. September 2009: Die Eiszeit hat begonnen: So früh wie nie zuvor ist die Bobbahn Winterberg Hochsauerland mit einer dicken Eisschicht überzogen. Seit dem 22. September laufen die Kühlaggregate auf Hochtouren, sind die Eismacher mit Wasserschlauch und Eishobel im Kurvenlabyrinth unterwegs, um den Kufenstars eine perfekte Eisbahn hinzulegen. Der ganze Aufwand hat einen gewichtigen Grund: Schon am 28. September schickt der Bob- und Schlittenverband (BSD) seinen Olympia-Kader zur Winterberger Kappe. Denn in dieser Saison gibt es ein großes Ziel für Bob-, Rennrodel- und Skeletonathleten: die Olympischen Spiele im Februar im kanadischen Vancouver.

 

Seit dem 21. September ist das Bobbahn-Team rund um die Uhr im Einsatz, um den gekühlten Bahnkörper mit Wasser zu besprühen. 70 Kilometer lange Kühlrohre sorgen dafür, dass die dünnen Wasserschichten gefrieren. Zudem holen sich die Eisexperten Schnee aus Eissporthallen und modellieren damit die Bahn aus. Doch aufgrund der frühen Vereisung gestaltete sich die Aktion in diesem Jahr schwierig. Damit tagsüber die Sonne das nächtliche Werk nicht wieder zum schmelzen bringt, haben die Mitarbeiter an vielen Stellen Sonnensegel und Folien angebracht.

Die frühe Vereisung geschah auf Wunsch des BSD. Der Winterberger Eiskanal ist deutschlandweit die schnellste Bahn und erlaubt somit aussagekräftige Ergebnisse zum Einsatz des neuen Materials. Darum wollte der Verband seinen ersten Lehrgang in Winterberg absolvieren. Vor dem Hintergrund von Olympia hat der Bund den Winterbergern finanziell unter die Arme gegriffen und trägt einen Teil der Kosten für die frühe Vereisung.

 

Heimspiel für sechs potenzielle Olympioniken
Spätestens bis Weihnachten soll klar sein, wer die deutschen Farben in Kanada am Whistler Mountain vertreten soll. „Winterberg ist am besten für den Start in die Trainingssaison geeignet“, hieß es unisono bei den Disziplintrainern des BSD im Vorfeld des Lehrganges. Ein Heimspiel für viele Sportler, rund ein halbes Dutzend der potentiellen Olympioniken bezeichnen die Winterberger Kunsteisröhre als ihre Hausbahn. Mit insgesamt sechs Vertretern im erweiterten Olympiakader ist der Stützpunkt Winterberg so zahlreich wie selten zuvor präsent.

 

Es geht um eine ganze Menge, denn nach wie vor zählt Deutschland zu den führenden Nationen auf dem Eis. Doch die Weltspitze auf Kufen, die sich in Winterberg präsentiert, weiß sehr genau, dass der Ruhm von gestern ist und neue Medaillen nur durch harte Detailarbeit auf dem Eis verdient werden können. Das gilt selbst für die Winterberger Lokalmatadorin Sandra Kiriasis. Sie ist die aktuell erfolgreichste Athletin hinter den Steuerseilen und wird voraussichtlich als eine der Top-Favoritinnen an den Start gehen. Sie verteidigt in Vancouver ihre Goldmedaille im Bobfahren.

 

Hochmotiviert startet auch ihre Kollegin Anja Schneiderheinze in die Saison. Die ehemalige Anschieberin hatte bereits in der zurückliegenden Saison ihren rasanten Aufstieg in den Kader vorbereitet. Zudem steht das Comeback des WM-Dritten von 2008, Matthias Höpfner, im Fokus des Bundestrainers. Nach einer einjährigen verletzungsbedingten Zwangspause kehrt er jetzt wieder an die Steuerseile zurück – das große Ziel Olympische Spiele fest im Blick.

 

Im Bereich Skeleton gehören Kerstin Szymkowiak und Sandro Stielicke zu den Anwärtern auf eine Olympianominierung. Die Sportlerin der RSG Hochsauerland war bei der Weltmeisterschaft auf der Olympiabahn von Lake Placid als Dritte auf dem Stockerl gelandet. Bei den Rennrodlern führt Corinna Martini das Feld der Winterberger Talente an.

 

Neben insgesamt sechs heimischen Athleten nehmen natürlich auch die Stars wie André Lange, der zweimalige Rennrodel-Weltmeister Felix Loch und Rennrodel-Weltcup-Siegerin Tatjana Hüfner, Natalie Geisenberger (WM-Zweite), die WM-Zweiten Florschütz/Wustlich im Rodel-Doppelsitzer sowie im Bob die Medaillenhoffnungen Thomas Florschütz und Cathleen Martini teil. Egal, wer Olympiasieger wird: Die ersten Weichen dazu werden auf der Winterberger Bob- und Rodelbahn gestellt. Eine erste Standortbestimmung wird die Deutsche Rennrodel-Meisterschaft sein, die Ende Oktober in Winterberg ausgetragen wird.


Presseinfos:
Susanne Schulten
Mobil: 0170 / 230 70 49
Email: presse@winterberg.de


Weitere Kontakte:
Bobbahn Winterberg Hochsauerland
Steinstraße 27
59872 Meschede
Tel. 0291 94 1507
Fax 0291 94 1589
Bobbahn@hochsauerlandkreis.de
www.bobbahn.de

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